Susanne Peuker wurde in Rostock geboren. Dort erhielt sie am Konservatorium "Rudolf Wagner-Regeny" ihren ersten Gitarrenunterricht.
Von 1984-1988 studierte sie in Weimar an der Hochschule für Musik "Franz Liszt", Weimar klassische und E-Gitarre. Schon in der Zeit galt ihr besonderes Interesse der Alten Musik und deren Aufführungsmöglichkeiten. Deshalb entschloss sich Susanne Peuker 1991 für ein Aufbaustudium im Fach Laute an der Akademie für Alte Musik Bremen bei Professor Stephen Stubbs. Als Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung hatte sie die Möglichkeit, sich zwei Jahre intensiv mit der Spieltechnik der Lauteninstrumente, mit Solo- und Continuospiel und mit der historischen Aufführungspraxis zu beschäftigen. Nach Abschluss des Studiums vertiefte sie ihre Studien bei einem einjährigen Aufenthalt in den USA bei Paul O'Dette und Pat O'Brien.

Seit 1995 widmet sich Susanne Peuker der freischaffenden Lehr- und Konzerttätigkeit. Als Solistin und als Kammermusikpartnerin führten ihre Konzertreisen durch ganz Deutschland und Europa u.a. Aalborg Sommermusikfestival (Dänemark), Festival für Alte Musik Gent (Belgien), Alte Musik Festival Warschau (Polen), Festival für Alte Musik auf Mallorca (Spanien).
Sie ist festes Mitglied verschiedener Ensembles: Musical Playground, Fortunes Musicke, Musical Delight und Musikalisches Tafelkonfekt, aber auch in Ensembles wie Weser Renaissance, Elbipolis, Neue Osnabrücker Hofkapelle, Hamburger Barockorchester und der Philharmonie Bremen zu hören.

Seit 2004 wirkt sie regelmäßig bei Opernproduktionen mit:
  • F. Cavalli "Giasone" im Staatstheater Klagenfurt (Österreich)
  • H. Purcell "Dido and Aeneas" im Staatstheater in Bielefeld
  • J.Ph. Rameau "Pigmalion"/"Les fetes", G.F. Händel "Saul", G.F. Händel "Hercules",G.F. Händel "Xerxes" und "Agrippina" im Staatstheater Oldenburg
  • H.Purcell "Fairy Queen" und H.Purcell "Dido and Aeneas" im Staatstheater Osnabrück
  • H. Purcell "Dido and Aeneas" im Theater in Bremerhaven
  • J.B. Lully "Le Bourgeois Gentilhomme" Musikfest Dahlheim
  • A.Vivaldi "Farnace" und G.F.Händel "Saul" im Staatstheater Braunschweig
  • G.F.Händel "Poros" in der Komischen Oper Berlin
  • A.Vivaldi "Orlando furioso" , G.F.Händel "Oreste" und H.Purcell "Fairy Queen" im Staatstheater Bremen
  • G.Ph. Telemann "Orpheus", G.F.Händel "Saul" und R. Kaiser "Croesus" am Theater für Niedersachsen , Hildesheim
Im Jahre 2000 leitete Susanne Peuker in Zusammenarbeit mit der Musikakademie Rheinsberg das einjährige Projekt "Rheinsberger Hofmusik" und stellte das Orchester "Rheinsberger Hofkapelle" zusammen.
Zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ergänzen ihre künstlerische Tätigkeit.

Pressestimmen:

"Faszinierend die Fingerfertigkeit, mit der die ebenso versiert aufspielende Duo-Partnerin Susanne Peuker dazu ihrem Arciliuto, einer barocken italienischen Erzlaute, glanzvolle Harmonien und markante Akkorde entlockte und kleinfigürliche Tonfolgen präzise zupfend nachzeichnete." Weser Kurier

"Wesentlich zum Gelingen des Konzertes trug Susanne Peuker bei. Sie erwies sich bei Solowerken wie Kapsbergers Toccata f-moll oder Adrian le Roys Passemezze als dynamisch sensibel agierende Lautenistin und begleitete den Gesang mit viel Hingabe." Fuldaer Zeitung

"Glanzpunkt des Abends aber war Susanne Peuker, Archiliuto ... es war die atmende, innere Erfülltheit, mit der sie Giovanni Zambonis Sonate ohne aufgesetzte Stildemonstration musizierte." Lippische Landeszeitung

"Viel Spielfreude, viel Natürlichkeit zeichnet ihr Spiel aus. Sie führen Zwiesprache miteinander mit Augen und Tönen, sie erleben die Musik, sie lassen sich von der Musik anstecken, beeinflussen. Dabei kommt ihnen ihr hohes technisches Können und ihre Urmusikalität zugute." Saarbrücker Zeitung

"... während sich Susanne Peuker sowohl auf der großen Theorbe als auch auf der zierlichen Barockgitarre als virtuose Continuo-Spielerin und kongeniale Partnerin der Melodieinstrumente zeigte." Weißenfelser Zeitung

"Erklang die Laute schon in einem kleinen Werk vorher solo, so kam sie bei einem Prelude und bei den ‚Lachrimae' von John Dowland so recht zum Zug. Hier konnte Susanne Peuker trotz des sehr innigen, melancholischen Werks ihre Virtuosität und sichere Grifftechnik zeigen." Saarbrücker Zeitung

"Wirklich meisterhaft brachte Susanne Peuker ihr Instrument zur Geltung. ..... benutzte sie es zugleich als Perkussions-, Melodie- und Rhythmusinstrument, so dass man kaum wusste, woher sie die vielen Finger nahm." Verdener Nachrichten


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